Herbstweide

Herbstweide beim Pferd: Was sich jetzt verändert und wie Kräuter begleiten können

Der Herbst bringt für Pferde eine ganz besondere Übergangszeit mit sich. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen schwanken stärker und auch auf der Weide verändert sich einiges.

Während im Sommer saftiges Gras und lange Weidezeiten den Alltag bestimmen können, sieht die Situation im Herbst oft ganz anders aus. Das Gras wächst langsamer, die Weide wird durch Regen und Nässe beansprucht und gleichzeitig beginnt für viele Pferde der Fellwechsel.

Gerade jetzt lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Fütterung und die tägliche Versorgung des Pferdes.

Was passiert mit der Weide im Herbst?

Eine Herbstweide ist nicht einfach eine Sommerweide bei niedrigeren Temperaturen.

Mit den kürzer werdenden Tagen verändert sich das Pflanzenwachstum. Je nach Wetter, Boden und Weidemanagement kann die Grasmenge deutlich abnehmen. Gleichzeitig können die Bedingungen von Woche zu Woche sehr unterschiedlich sein.

Nach trockenen Sommermonaten kann Regen beispielsweise noch einmal für neues Wachstum sorgen. Andere Weiden sind durch die feuchte Witterung stark beansprucht und bieten entsprechend weniger Futter.

Deshalb gibt es nicht die eine richtige Herbstweide für jedes Pferd. Entscheidend sind unter anderem:

  • die Dauer und Intensität der Weidenutzung
  • die vorhandene Grasmenge
  • die Witterung
  • die Bodenverhältnisse
  • die restliche Ration
  • der individuelle Bedarf des Pferdes

Herbst bedeutet auch Futterumstellung

Mit dem Ende der Weidesaison verändert sich bei vielen Pferden die Ration.

Die Weidezeiten werden kürzer, Heu gewinnt wieder an Bedeutung und teilweise wird zusätzliches Futter eingesetzt. Solche Veränderungen sollten möglichst ruhig und angepasst erfolgen.

Denn für Pferde ist eine möglichst konstante Versorgung mit ausreichend strukturreichem Raufutter besonders wichtig.

Wer die Weidezeit im Herbst reduziert, sollte deshalb gleichzeitig darauf achten, dass ausreichend hochwertiges Raufutter zur Verfügung steht.

Der Herbst ist auch Fellwechselzeit

Zusätzlich zur Veränderung auf der Weide läuft bei vielen Pferden bereits der Fellwechsel auf Hochtouren.

Der Körper stellt sich auf die kältere Jahreszeit ein und bildet nach und nach das Winterfell. Das kann je nach Pferd unterschiedlich lange dauern und unterschiedlich intensiv ausfallen.

Gerade deshalb ist der Herbst eine gute Gelegenheit, die gesamte Fütterung einmal zu überprüfen:

Passt die Grundration noch? Ist die Mineralstoffversorgung sichergestellt? Wie sieht es mit der Weidezeit aus? Und welche natürlichen Ergänzungen können sinnvoll eingesetzt werden?

Kräuter als natürliche Begleiter im Herbst

Kräuter können eine abwechslungsreiche Fütterung ergänzen und werden traditionell bereits seit langer Zeit in der Pferdefütterung eingesetzt.

Dabei gilt: Kräuter sind kein Ersatz für eine ausgewogene Grundration. Sie sollten gezielt und passend zum individuellen Pferd eingesetzt werden.

Bei Herbal Horse findest du verschiedene Einzelkräuter, sodass du nicht automatisch eine fertige Mischung füttern musst. Gerade das macht die Auswahl interessant: Du kannst einzelne Pflanzen entsprechend der jeweiligen saisonalen Situation auswählen.

Brennnessel – ein klassisches Herbstkraut

Die Brennnessel gehört zu den bekannten heimischen Pflanzen und wird traditionell gerne in der Pferdefütterung eingesetzt.

Sie enthält unter anderem Mineralstoffe und wird häufig als saisonale Ergänzung im Frühjahr und Herbst verwendet. Auch rund um den Fellwechsel ist die Brennnessel ein beliebtes Kraut.

Für die Herbstzeit ist sie deshalb eine schöne Ergänzung für Pferdehalter, die ihre Fütterung mit einzelnen Kräutern abwechslungsreicher gestalten möchten.

Herbal Horse Tipp:
Brennnessel als Einzelkraut kann besonders interessant sein, wenn du gezielt ein einzelnes Kraut füttern möchtest und keine umfangreiche Kräutermischung suchst.

 

Löwenzahn – die bekannte Wiesenpflanze

Löwenzahn kennt wohl jeder Pferdehalter. Die gelbe Pflanze ist nicht nur auf vielen Wiesen zu finden, sondern wird auch getrocknet gerne in der Pferdefütterung verwendet.

Traditionell wird Löwenzahn vor allem im Zusammenhang mit Verdauung und Stoffwechsel eingesetzt.

Gerade im Herbst, wenn sich die Fütterung durch weniger Weidegras und mehr Heu verändert, kann Löwenzahn als einzelnes Kraut eine interessante Ergänzung sein.

Mariendistel – interessant für die saisonale Fütterung

Auch die Mariendistel gehört zu den bekannten Kräutern in der Pferdefütterung.

Sie wird traditionell insbesondere im Zusammenhang mit der Leber und deren natürlichen Stoffwechselfunktionen eingesetzt. Mariendistel findet sich deshalb häufig in Kräuterkonzepten, die auf eine saisonale Begleitung des Stoffwechsels ausgerichtet sind.

Gerade bei Futterumstellungen kann es sinnvoll sein, die gesamte Ration im Blick zu behalten. Die Mariendistel kann dabei als einzelnes Kraut gezielt ausgewählt werden.

Schafgarbe – ein vielseitiges Kräuterkraut

Die Schafgarbe ist ebenfalls eine traditionelle Futterpflanze und wird in der Kräuterkunde schon lange geschätzt.

In der Pferdefütterung wird sie unter anderem im Zusammenhang mit Verdauung und Leberfunktion beschrieben.

Damit passt auch die Schafgarbe gut in eine herbstliche Kräuterauswahl.

Wichtig für Turnierreiter: Bei Kräutern sollte immer die aktuelle Futtermittel- und Dopingregelung des jeweiligen Verbandes beachtet werden. Je nach Kraut können Karenzzeiten relevant sein. Beispielsweise weisen Hersteller bei Schafgarbe ausdrücklich auf entsprechende ADMR-Regelungen hin.

 

Einzelkräuter oder Kräutermischung – was ist besser?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Eine Kräutermischung kann praktisch sein, wenn mehrere Pflanzen miteinander kombiniert werden sollen. Einzelkräuter haben dagegen den Vorteil, dass du gezielt auswählen kannst, was du deinem Pferd anbieten möchtest.

Genau hier setzt Herbal Horse mit seinen Einzelkräutern an.

Du kannst beispielsweise im Herbst gezielt mit Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel oder Schafgarbe arbeiten – abhängig davon, was zu deinem Pferd und deiner Fütterung passt.

Dabei sollte nicht der Grundsatz „mehr Kräuter = mehr Unterstützung“ gelten.

Weniger kann durchaus mehr sein.

Worauf sollte man bei der Herbstweide achten?

Neben der Auswahl möglicher Kräuter gibt es einige ganz einfache Punkte, die im Herbst besonders wichtig sind.

1. Die Weide regelmäßig beobachten

Schau nicht nur darauf, ob noch Gras vorhanden ist. Auch Zustand und Belastung der Fläche spielen eine Rolle.

Nasse Böden können durch häufiges Befahren oder Beweiden schnell leiden. Eine angepasste Weideführung schützt deshalb nicht nur die Fläche, sondern sorgt auch dafür, dass sie möglichst lange sinnvoll genutzt werden kann.

2. Die Ration überprüfen

Wenn die Weidezeit kürzer wird, steigt häufig der Anteil an Heu oder anderem Raufutter.

Das ist ein guter Zeitpunkt, die komplette Ration zu betrachten und sicherzustellen, dass sie weiterhin zum individuellen Bedarf des Pferdes passt.

3. Wasser nicht vergessen

Auch wenn es kühler wird, bleibt eine ausreichende Wasserversorgung selbstverständlich wichtig.

Im Herbst wird der Wasserbedarf manchmal unterschätzt, weil Pferde bei kühleren Temperaturen weniger sichtbar trinken als an heißen Sommertagen.

4. Den Körperzustand im Blick behalten

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, regelmäßig Gewicht und Körperzustand zu kontrollieren.

Gerade bei Pferden, die im Sommer viel Gras aufgenommen haben oder bei denen die Weidezeit jetzt verändert wird, können sich Gewicht und Futterbedarf verändern.

5. Veränderungen langsam durchführen

Ob weniger Weide, mehr Heu oder eine neue Ergänzung: Veränderungen sollten möglichst nicht abrupt erfolgen.

Das gilt auch für Kräuter. Neue Kräuter sollten langsam eingeführt und die individuelle Verträglichkeit beobachtet werden.

Herbstweide bedeutet also nicht automatisch weniger Futter

Eine häufige Vorstellung ist: Sobald das Gras im Herbst weniger wird, muss einfach mehr Kraftfutter gegeben werden.

Das ist nicht unbedingt der richtige Ansatz.

Die Grundlage sollte weiterhin eine passende Versorgung mit hochwertigem Raufutter sein. Ergänzungsfutter und Kräuter sollten immer auf die individuelle Ration abgestimmt werden.

Gerade bei leichtfuttrigen Pferden, Ponys oder Pferden mit besonderen Stoffwechselanforderungen lohnt es sich, besonders genau hinzuschauen und die Fütterung nicht pauschal zu verändern.

Unser Herbal-Horse-Tipp für den Herbst

Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs.

Die Weidesaison verändert sich, das Wetter wird unbeständiger, die Tage werden kürzer und gleichzeitig steht der Fellwechsel an.

Statt die Fütterung einfach komplett umzustellen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedürfnisse des eigenen Pferdes.

Wenn du natürliche Kräuter ergänzend einsetzen möchtest, kannst du bei Herbal Horse gezielt aus verschiedenen Einzelkräutern wählen.

Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel und Schafgarbe sind dabei interessante Kräuter, die traditionell in der saisonalen Pferdefütterung verwendet werden.

So kannst du die Kräuterauswahl individuell gestalten und deinem Pferd genau das anbieten, was zu deiner Fütterungsstrategie passt.

 

Fazit: Gut vorbereitet durch den Herbst

Die Herbstweide ist eine Übergangsphase – und genau deshalb lohnt es sich, aufmerksam zu bleiben.

Beobachte deine Weide, passe die Raufutterversorgung an, kontrolliere regelmäßig den Körperzustand deines Pferdes und führe Veränderungen in der Fütterung behutsam durch.

Kräuter können dabei eine natürliche Ergänzung sein. Besonders Einzelkräuter bieten die Möglichkeit, die Auswahl individuell zu gestalten.

Denn eine gute Herbstfütterung bedeutet nicht, möglichst viele Produkte einzusetzen.

Sie bedeutet, die Bedürfnisse des eigenen Pferdes zu kennen und die Fütterung passend zur Jahreszeit anzupassen.

Herbal Horse – natürliche Kräuter für eine bewusste Pferdefütterung.